| Offizielle Inbetriebnahme der KSV Heringen |
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Die Stadt Heringen an der Werra investiert gut zwei Jahre nach dem Bau des Naturerlebnisbads mit der neuen Vererdungsanlage weiterhin in nachhaltige ökotechnische Systeme. So wurde am 01.12.2011 nach nur viermonatiger Bauzeit die neue Klärschlammvererdungsanlage der Stadt Heringen – als zehnte ihrer Art in Hessen – in Betrieb genommen. Um diesen Schritt gebührend zu feiern, fand eine offizielle Einweihung mit geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung statt. Nach den Begrüßungsansprachen durch Bürgermeister Hans Ries, Bauamtsleiter Helmut Jordan sowie Udo Pauly und Karl-Toni Zöller von EKO-PLANT wurden die Ventile das erste Mal von den Verantwortlichen gemeinsam geöffnet und die Beete mit Schlamm beschickt: ein Symbol für den offiziellen Betriebsbeginn. Im Gemeinschaftshaus Leimbach konnten sich die Teilnehmer dann ab ca. 12.15 Uhr zwei Vorträge von Herrn Zöller, Herrn Jordan und Bauleiter Christian Hauer anhören, in denen das System Klärschlammvererdung, seine Funktion und Leistungsfähigkeit erläutert und die Baudokumentation der Vererdungsanlage Heringen vorgestellt wurde. Nach einem gemeinsamen Mittagessen besichtigten Heringens Gäste die Klärschlammvererdungsanlage unter fachkundiger Führung. So bestand die Möglichkeit, weiterführende Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Umweltverträglich, wirtschaftlich und zukunftsorientiert: diese Kriterien sollte die neue Klärschlammbehandlung der Stadt Heringen erfüllen. Nach genauer Prüfung verschiedener Verfahren stand letztendlich die Klärschlammvererdung als optimale Entwässerungstechnik fest. Obwohl investiert wurde, führt die Wirtschaftlichkeit des zukünftigen Anlagenbetriebs zu finanziellen Einsparungen. Darüber hinaus schaffen die Schilfbeete auch ökologische Vorteile: Der Klärschlamm wird hygienisiert, ihm müssen keine Zusatzstoffe in Form von Polymeren mehr beigemischt werden und die CO2-Emission der Klärschlammbehandlung wird um 150.000 kg pro Jahr reduziert. Ein anderer wesentlicher Beweggrund für diese langfristig ausgerichtete Investition war die Unsicherheit bei den Verwertungsoptionen für Klärschlämme in der Zukunft. Hier bietet die Klärschlammvererdung die flexibelsten Möglichkeiten – die Stadt Heringen hat somit in allen Bereichen eine optimale und nachhaltige Lösung gefunden. Autor: M. Sc. Katharina Breithaupt, EKO-PLANT GmbH |