Liebe Leserinnen und Leser, das bemerkenswerte Pilotprojekt „Klärschlammvererdungsanlage Norderney“ begann im Jahr 1989 mit einer mutigen Phase der Entscheidungsfindung bei der Stadt. 1991 wurde der 1. Bauabschnitt mit sechs Beeten und einer Bruttofläche von 13.500 m2 in direkter Nachbarschaft zur Kläranlage und zum Recyclingplatz mit angeschlossener Deponie eröffnet, 1993 folgte der 2. Bauabschnitt mit weiteren drei Beeten und einer Bruttofläche von 5.450 m2. Seitdem werden pro Jahr rund 21.500 m³ aerob stabilisierter Nassschlamm mit einem Trockensubstanzgehalt von 1,6 % von der 50.000 EW umfassenden Kläranlage in die Beete geleitet. Dieses entspricht einer Menge an Trockensubstanz von 344 Tonnen. Die gesamte Betriebszeit hindurch fand ein betriebsbegleitendes Engineering der Anlage durch EKO-PLANT statt. Mittlerweile wurden zwölf Beete geräumt, drei davon bereits zum zweiten Mal. Insgesamt 17.000 Tonnen Klärschlammerde wurden im Zuge dieser Räumungen bewegt und erfolgreich auf der Insel verwertet. Bei allen Räumungen errechnete sich eine Massenreduktion von durchschnittlich 94,5 %. Soweit die kurze Vorstellung der wichtigsten Eckdaten. Den gesamten, spannenden Verlauf dieses Pilotprojektes möchten wir Ihnen in dieser Sonderausgabe vorstellen − auch aus Sicht der Stadt Norderney, die mit ihrer Entscheidung für eine Klärschlammvererdungsanlage dieser damals innovativen und heute etablierten Technologie maßgeblich den Weg bereitet hat. Ihr Dr.-Ing. Udo Pauly geschäftsführender Gesellschafter
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